Reportage
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Geheimnisvolle Kultur

Lebensspendender Nil. Dass sich Ägypten zu einer Hochkultur entwickeln konnte, verdankt das Land dem Nil. Im Norden Afrikas bestand dieser Erdteil zum Großteil aus Wüstensand, in dem sich nicht viel Leben entwickeln konnte.



Doch der über 6600 Kilometer lange Strom verwandelte die Landstreifen entlang des Flusses in eine grüne Oase. Von Juli bis Oktober gab es nämlich regelmäßig Überschwemmungen, die den schwarzen Nilschlamm auf den Feldern zurückließ. Dieser wirkte wie Dünger. So konnte der Boden fruchtbar gehalten werden. Deshalb wurde das Land von seinen Bewohnern auch „Kemet“ genannt, was übersetzt „Schwarzes Land“ bedeutet.

Wie abhängig die Bevölkerung vom Nil war, konnte man sehen, wenn der Fluss zu viel oder zu wenig Wasser führte. Auf der einen Seite drohten dann Dammbrüche sowie verwüstete Felder und Siedlungen, auf der anderen Seite Hungersnot und Dürre. Auch die Schifffahrt, immerhin war der Nil die Hauptverkehrsader Ägyptens, konnte so völlig zum Erliegen kommen.

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